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Ich stelle immer dieselbe Frage – und sie nervt.

Ich stelle immer dieselbe Frage – und sie nervt. Wenn ich bei einem KMU reinkomme, frage ich als erstes: «Was machst du jede Woche, das dich am meisten nervt?» Nicht: Was kostet am meisten? Nicht: Wo wollt ihr in fünf Jahren sein? Sondern: Was nervt? Die Antworten klingen immer ähnlich. «Den Lagerbestand muss ich jeden Montag von Hand in Excel übertragen.» Oder: «Ich kopiere jede Woche Kundendaten aus dem Shop ins Buchhaltungsprogramm.» Oder: «Ich schicke jeden Freitag manuell eine Zusammenf

Ich stelle immer dieselbe Frage – und sie nervt.

Wenn ich bei einem KMU reinkomme, frage ich als erstes: «Was machst du jede Woche, das dich am meisten nervt?»

Nicht: Was kostet am meisten? Nicht: Wo wollt ihr in fünf Jahren sein?

Sondern: Was nervt?

Die Antworten klingen immer ähnlich. «Den Lagerbestand muss ich jeden Montag von Hand in Excel übertragen.» Oder: «Ich kopiere jede Woche Kundendaten aus dem Shop ins Buchhaltungsprogramm.» Oder: «Ich schicke jeden Freitag manuell eine Zusammenfassung an die Geschäftsleitung.»

Kleine Aufgaben. Wiederkehrend. Zeitraubend. Fehleranfällig.

Genau das ist der beste Startpunkt für Automatisierung. Nicht die grosse Vision. Nicht das komplexe Projekt. Sondern die Aufgabe, bei der du innerlich seufzt, bevor du anfängst.

Warum? Weil sie drei Kriterien erfüllt, die eine Automatisierung erfolgreich machen:

Erstens: Sie ist klar definiert. Du weisst genau, was du tust, in welcher Reihenfolge, mit welchen Daten.

Zweitens: Sie ist messbar. Du weisst, wie lange sie dauert und wie oft du einen Fehler machst.

Drittens: Die Erleichterung ist sofort spürbar. Wenn diese Aufgabe wegfällt, merkst du es am nächsten Montag.

Bei einem Metallbaubetrieb aus der Zentralschweiz war es das wöchentliche Zusammenstellen der Stundenrapporte. Vier Mitarbeitende, verschiedene Excel-Dateien, jedes Mal 90 Minuten Arbeit. Nach der Automatisierung: 8 Minuten, vollständig, fehlerfrei.

Das spart dem Betrieb pro Jahr gut 65 Stunden – das sind rund CHF 5'000, die vorher in einer Routineaufgabe verschwunden sind.

Die nervigste Aufgabe ist selten die unwichtigste. Sie ist meistens die, bei der am meisten ungenutztes Potenzial steckt.

Welche Aufgabe nervt dich jede Woche am meisten? Schreib sie in die Kommentare – ich schaue sie mir gerne an.

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