Eine Frage, die ich immer stelle.
Eine Frage, die ich immer stelle. Wenn ich bei einem KMU vor Ort bin, stelle ich irgendwann immer dieselbe Frage. «Was ist die Aufgabe, die du am meisten hasst? Die, die jede Woche wiederkommt, die du immer wieder vor dir herschiebst, und die dich jedes Mal mindestens eine Stunde kostet?» Die Antworten sind erstaunlich ähnlich. Offerten manuell in Excel nachführen. Bestellungen per E-Mail erfassen und dann nochmals ins System tippen. Am Monatsende alle Belege zusammensuchen und sortieren. Lie
Eine Frage, die ich immer stelle.
Wenn ich bei einem KMU vor Ort bin, stelle ich irgendwann immer dieselbe Frage.
«Was ist die Aufgabe, die du am meisten hasst? Die, die jede Woche wiederkommt, die du immer wieder vor dir herschiebst, und die dich jedes Mal mindestens eine Stunde kostet?»
Die Antworten sind erstaunlich ähnlich. Offerten manuell in Excel nachführen. Bestellungen per E-Mail erfassen und dann nochmals ins System tippen. Am Monatsende alle Belege zusammensuchen und sortieren. Lieferstatus beim Lieferanten anfragen und die Antwort irgendwo ablegen.
Kleine Aufgaben, könnte man meinen. Aber eine Stunde pro Woche sind 52 Stunden im Jahr. Das ist mehr als eine ganze Arbeitswoche, die für eine einzige, nervige Aufgabe draufgeht.
Was mich dabei immer wieder überrascht: Diese Aufgaben sind fast nie komplex. Sie sind nur mühsam. Daten von A nach B übertragen. Etwas abtippen, was schon irgendwo digital vorhanden ist. Eine Information zusammensuchen, die eigentlich schon im System steckt.
Genau das ist der Punkt. Die nervigste Aufgabe ist selten die schwierigste. Sie ist einfach die, bei der am meisten manuelle Arbeit steckt, die eigentlich kein Mensch machen müsste.
Und genau dort fangen wir an. Nicht mit einem grossen Digitalisierungsprojekt. Nicht mit einem neuen System. Sondern mit dieser einen Aufgabe, die du am liebsten loswerden würdest.
Bei einem Sanitärunternehmen aus dem Mittelland war es die wöchentliche Rapporterfassung. Vier Mitarbeitende, jeder mit einem eigenen Excel-File. Am Freitagnachmittag hat die Büroleiterin alles zusammenkopiert. Das hat sie jede Woche zwei Stunden gekostet, also gut 100 Stunden im Jahr. Heute läuft das automatisch.
Der Startpunkt war nicht Technologie. Der Startpunkt war diese eine Frage.
Welche Aufgabe würdest du am liebsten nie wieder machen? Schreib sie in die Kommentare, ich schaue sie mir gerne an.